Ein queerfeministischer Friedhofsrundgang auf dem Alten St. Matthäus Kirchhof, Berlin

Der Alte St. Matthäus-Kirchhof in Schöneberg ist ein Berliner Baudenkmal der eigenen Art: Mehr als 150 Jahre alt, sind dort zahlreiche historische Grabstätten versammelt. Durch Grab-Patenschaften etwa können viele alte Gräber erhalten, zum queeren Gemeinschaftsgrab,  zur lesbischen Grab-WG und dergleichen umfunktioniert werden. Namhafte und weniger prominente Menschen finden dort ihre letzte Ruhe:  Gertrud Sandmann, Rio Reiser, Reingard Jäkl, Babette Herchenröder, May Ayim, Andreas-Hanno Meyer, Kitty Kuse, Ottilie Hansemann, Napoleon Seyfarth, OVO und viele weitere  Menschen, die jenseits  weißer, zweigeschlechtlicher Standardisierungen lebten.
Zu finden ist auch die Ruhestätte von Hilde Radusch, die seit  2016 ein Berliner Ehrengrab ist. Mit  ihr wird erstmals eine Frau für ihr widerständisches Wirken in kommunistischen und in lesbischen Kreisen honoriert und  posthum zu Berlins erster Botschafter_in für das Motto „we are Berlin – we are queer.“
Der Friedhofsrundgang ist  im Rahmen des „queer-history months Berlin“.
Samstag den 25.Februar 2017
Treffpunkt: Friedhofseingang, 14 Uhr – 1,5 Stunden, Spenden willkommen.
St. Matthäus Kirchhof:  U/S Bahn Yorck-Straße /Großgörschen