Queer in the city

Stadtspaziergang zur queeren Geschichte Mannheim
2. Juli 2017,
Sonntag 14.30 Uhr, Frauenbuchladen Xanthippe T 3,4 Mannheim

Die  stadthistorische Spurensuche durch Mannheim beleuchtet einen bunten Strauß an Leben – von namhaften und namenlosen Menschen, von befreienden Bewegungen, von Verfolgung, Terror, rhythmischer Sinneslust und anderem mehr. Zu sehen sind neue und vertraute Orte, die mit queerfeministischen Perspektiven angefragt werden. Nach dem Hören und Sehen, können Törtchen im Cafe gegessen werden. UKB

 

Ein queerfeministischer Friedhofsrundgang auf dem Alten St. Matthäus Kirchhof, Berlin

Der Alte St. Matthäus-Kirchhof in Schöneberg ist ein Berliner Baudenkmal der eigenen Art: Mehr als 150 Jahre alt, sind dort zahlreiche historische Grabstätten versammelt. Durch Grab-Patenschaften etwa können viele alte Gräber erhalten, zum queeren Gemeinschaftsgrab,  zur lesbischen Grab-WG und dergleichen umfunktioniert werden. Namhafte und weniger prominente Menschen finden dort ihre letzte Ruhe:  Gertrud Sandmann, Rio Reiser, Reingard Jäkl, Babette Herchenröder, May Ayim, Andreas-Hanno Meyer, Kitty Kuse, Ottilie Hansemann, Napoleon Seyfarth, OVO und viele weitere  Menschen, die jenseits  weißer, zweigeschlechtlicher Standardisierungen lebten.
Zu finden ist auch die Ruhestätte von Hilde Radusch, die seit  2016 ein Berliner Ehrengrab ist. Mit  ihr wird erstmals eine Frau für ihr widerständisches Wirken in kommunistischen und in lesbischen Kreisen honoriert und  posthum zu Berlins erster Botschafter_in für das Motto „we are Berlin – we are queer.“
Der Friedhofsrundgang ist  im Rahmen des „queer-history months Berlin“.
Samstag den 25.Februar 2017
Treffpunkt: Friedhofseingang, 14 Uhr – 1,5 Stunden, Spenden willkommen.
St. Matthäus Kirchhof:  U/S Bahn Yorck-Straße /Großgörschen

Hilde Radusch eine (queere) Biografie (1903-1994)

Hilde Radusch war Frauenrechtlerin, antifaschistische Widerstandskämpferin und streitbare Politikerin für die Akzeptanz lesbischer Frauen. Sie gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der lesbisch-schwulen Emanzipationsbewegungen des 20. Jahrhunderts.

Ihr Lebensweg erschließt in Schrift, Ton und Bild die Biographie einer frauenliebenden Frau des 20. Jahrhunderts, die zeitlebens die herrschenden Macht- und Geschlechterverhältnisse reflektierte und kritisch mit viel Eigensinn kommentierte:

„Ich hab’ mich nie als Frau gefühlt, aber frag’ mich nicht als was sonst.“

Intellektuelle Konzepte und Utopien alleine reichten Hilde Radusch nicht aus; sie suchte Alternativen und lebte diese. Mut, Entschlusskraft, Plan und Strategie zeichnen ihre Lebensstationen aus, die jenseits von Konvention, Subkultur und Partei lagen, und sie zeitlebens und posthum weit über Berlin hinaus bekannt machten, etwa mit der L 74, der Lesbengruppe L 74 und ihrer Arbeit in der Zeitung UKZ, Unsere kleine Zeitung, der ersten Lesbenzeitung nach 1945.

Radusch war eine passionierte Schreiberin. Durch ihr bürgerliches Elternhaus und durch ihre bürgerliche Erziehung zur höheren Tochter, war ihr – sowohl vom Vater als auch von der Mutter – die Praxis des Tagebuchschreibens, das durch seine tägliche Übung disziplinierte, ein vertrauter Alltag. Doch auch andere Gattungen des schriftstellerischen Gewerbes nutzte sie für ihre verschriftlichte Kommunikation mit der Welt, seien dies Novellen, Gedichte oder journalistische Texte.

„Ich mit meinen fünf Leben“

Berliner Kolloquium zur Geschichte der Sexualität – 2017

am 15. Februar 19-20.30 Uhr  MÖohrenstraße 40/41, Berlin Mitte ,  HU – außereuropäische Ethnologie/ EKW – Raum 311

 

Frauen in Heidelberg – das Original

Historische Spurensuche nach Frauen in 800 Jahren Stadtgeschichte

Wir flanieren durch die Altstadt und entdecken Frauen in allen Lebenslagen und Jahrhunderten. Dabei begegnen wir Frauen im Alltag oder Heidelberger Pionierinnen in Politik und Wissenschaft, in den schönen und schmutzigen Literatur_en, Kämpferinnen für Feminismus,  Wegbereiterinnen für Gleichberechtigung und Visionärinnen für eine humanistische Welt. Benannt werden Pogrome und auch neuere Befreiungsbewegungen.

Der Rundgang endet mit der Einladung zum Singen von „Brot und Rosen“, dem Lied, das den internationalen Frauentag seit 1912 begleitet – in seiner musikalischen Fassung, die von der Heidelberger Sängerin Renate Fresow  1978 veröffentlicht wurde.

Stadtrundgang zum 8. März 2017 , 16 Uhr– dem Weltfrauentag mit  der Fachhistorikerin Ilona Scheidle.

Treffpunkt: Kornmarkt Heidelberg

Es lädt  die AsF, Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Heidelberg ein. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten.

Pionierinnen und Wegbereiterinnen für Frauenrechte in Mannheim (I)

Frauenbewegte Zeiten sind das Thema beim Flanieren durch die Quadrate:

Clara Zetkin hielt in Mannheim ihre erste Rede zum Weltfrauentag .Das war 1911. Bis heute ist ungeklärt, warum die Sozialistin und Kämpferin für die Internationale gerade mit den badischen Sozialdemokrat_innen diese Sternstunde der proletarischen Frauenbewegung beging.

Mit langem Atem und Chuzpe kämpften Viele für Emanzipation und Gleichstellung. In der Neuen Fraunebewegung war es ein überparteiliches Frauenbündnis, das die institutionalisierte Frauenpolitik etabliert.

In phantasiereichen Aktionen traten Frauen ins Zentrum der Stadt – sie errichteten etwa ein Denkmal für Frieden – und veränderten Mannheim. Gestalteten die Stadt als Frauen-Ort. Sie waren Pionierinnen im Berufsleben, sei dies als erste Ärztin, Krankenschwester, Chemikerin, Buchhalterin, Pilotin und vielem mehr.

Solche und andere Geschichten erzählt die Fachhistorikerin Ilona Scheidle als Sensibilisierung für den Equal Pay Day am

Samstag den 11. März 2017

15 Uhr Haupteingang N1, Stadthaus

Der barrierefreie  Stadtrundgang wird im Rahmen des Mannheimer Frauenmärzes angeboten und ist kostenfrei, anmelden erwünscht unter buero@ilonascheidle.de, limitierte Teilnehmerinnenanzahl.